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Das Klippert-Programm

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Da dem Lehrerkollegium des Gymnasiums Traben–Trarbach die veränderten Lern- und Lehrbedingungen seitens der Schüler in den letzten Jahren immer deutlicher ins Bewusstsein gerufen wurden, sahen wir uns genötigt, nach geeigneten Möglichkeiten Ausschau zu halten, um diesen Problemen dauerhaft gerecht werden zu können. Deshalb bemühten wir uns im Jahre 2000 um die Teilnahme an besagtem P.S.E. – Programm und erhielten – als eines von insgesamt sechs Gymnasien - die Zusage, nachdem schulintern alle Voraussetzungen zu einer Teilnahme geregelt waren.
Wir möchten das PSE-Programm als zukünftiges pädagogisches Grundgerüst unserer Schule verstanden wissen, zumal das Konzept genau die wesentlichen Punkte pädagogisch aufgreift, dies seitens der rheinland – pfälzischen Regierung zum Qualitätsmanagement gefordert werden. Das Konzept des PSE-Programms erwuchs aus der Gegebenheit eines veränderten Schülerverhaltens, aus alarmierenden Unterrichtsbefunden (s. TIMSS – Studie etc), aus den Reaktionen unzufriedener Eltern sowie kritischer Stimmen aus der Wirtschaft und nicht zuletzt aus der stetig zunehmenden Unzufriedenheit vieler Lehrer/Innen hinsichtlich der Unterrichtsgestaltung und des -ablaufs.
Basierend auf der Förderung von Schlüsselqualifikationen und der systematischen Reform des Unterrichts ist das eigentliche Ziel des PSE-Programms „das neue Haus des Lernens, an dessen Spitze das "eigenverantwortliche Lernen und Arbeiten" (kurz: Eva genannt) stehen soll.
Ein Steuerungsteam an unserer Schule sorgt für die reibungslose Kommunikation zwischen dem Institut von Herrn Dr. Klippert (dem EWFI mit Sitz in Landau) und dem Gymnasium Traben – Trarbach. Gleichzeitig koordiniert das Team den ganzen schulinternen Ablauf der einzelnen „Ausbildungsschritte“ in den verschiedenen Jahrgangsstufen während eines
Schuljahres und sorgt auch dafür, dass Fachkollegen/Innen in hausinternen Workshops die Möglichkeit gegeben wird, sich in Ruhe über stoffliche Themen auszutauschen und fachbezogene Unterrichtsreihen entwickeln zu können.
Nach zwei Jahren Ausbildung unserer Schule im Rahmen des PSE-Programms“ sind wir gegenwärtig in der Lage, den neuen Fünftklässlern zu Beginn ihrer Schullaufbahn am Gymnasium eine dreitägige Einführung in das "Methodentraining" anzubieten. In der 6. Klasse erhalten sie dann – ebenfalls dreitägig – eine Einführung zum Thema „Teamentwicklung“ und in der 9. Klasse werden die Schüler dann mit „Kommunikationstechniken“ vertraut gemacht. Dieser Kurs ist gekoppelt an die Betreuung der Klassen durch ein schulexternes Team, das sie über die wesentlichen Aspekte einer Berufsbewerbung informiert und mit ihnen praxisbezogene Übungseinheiten zu diesem Thema durchführt.
Die MSS-11 erfährt eine drei Tage dauernde Trainingseinheit zu dem Thema „wissenschaftspropädeutisches Arbeiten“; einbezogen sind dabei: - themenbezogene Internet-Recherchen, die Aufarbeitung eines Referats bis hin zur Präsentation und deren Auswertung!
Derzeit starten wir in der MSS 12 den Versuch, über externe Fachkräfte ein „Assessment-Training anzubieten, das zukünftig – unter der Einbeziehung der Universität Trier und deren
Öffentlichkeitsteam bezüglich Studiengänge etc –auf ein Drei-Tage-Angebot erweitert werden soll.
All dies geht einher mit einer engen Elternarbeit und setzt bei allen Kollegen / Innen ein großes Teambewusstsein und Engagement voraus, ohne das die dauerhafte praktische Umsetzung im Schulalltag nicht gewährleistet werden könnte.
Somit erfüllt dieses Programm für uns u.a. einen weiteren wesentlichen Pflichtpunkt im Qualitätsprogramm des Ministeriums, der da lautet:
"… Maßnahmen zur Stärkung der Kooperation in den Kollegien und Fachgruppen ( bei Unterrichtsvorbereitung, -durchführung, Leistungsmessung, Problembewältigung…" (s. Schratz, M.S. VI)
Das zukünftige Ziel des Programms wird es sein, dass nahezu alle Jahrgangsstufen in dieses Konzept eingebunden werden sollen, was bei den Beteiligten eine nahezu 100%ige Akzeptanz voraussetzt.

K.-P.Mumbauer, StD.