Dieses Projekt, das sich zunächst generell an alle Schüler/Innen der 6. Klassen richtet, wurde von uns im Schuljahr 2000/2001 eingeführt. Die Entscheidung für eine Einführung von BeGyS war die Überlegung, besonders begabten, leistungsbereiten, -fähigen und motivierten Schülern eine schulinterne Möglichkeit einzuräumen, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten angemessen entfalten zu können. Immer wieder konnten Lehrer in ihren Klassen feststellen, dass leistungsstärkere Schüler im Unterricht unterfordert waren und somit die Lust und den Spaß am Lernen verloren, was oftmals mit einem Leistungsabfall derselben einherging.
Wir bieten nun in sog. Projektklassen diesen ca. 20 – 25% eines Gymnasialjahrganges die Chance, selbstständig zu arbeiten, ihre Kreativität zu entfalten und das eigene Problembewusstsein zu schärfen, ohne eine langatmige Stoffwiederholung und –vertiefung. Damit gehen wir auf den besonderen Lernstil dieser Schüler ein, der gekennzeichnet ist durch ein selbstständiges Erarbeiten von Aufgabenstellungen, durch eins sehr rasches Verstehen aufgezeigter Probleme sowie durch ein schnelles Umsetzen des Gelernten. Diese Schüler erstellen oft eigenständig zwischen dem theoretisch Gelernten und ihrer Lern- und Lebenswelt logische Verknüpfungen und argumentieren häufig fächerübergreifend. Das alles erfordert ein besonderes Lernumfeld, was wir ihnen in den „Projektklassen“ im Rahmen von BeGyS ermöglichen können.
Die Reaktion auf unsere bisherigen „Pilotklassen“ sowie deren Leistungsspektrum im Abitur bestätigen uns in dem Unterfangen, dieses Konzept als eines der Standbeine im Qualitätsmanagement beizubehalten, deckt es sich doch mit einem wesentlichen Pflichtpunkt unsres Qualitätsprogamms:
"… Maßnahmen zur Verbesserung und Verstärkung individueller Förderkonzepte im Hinblick auf den Umgang mit Heterogenität…" (s. Schratz, M.S. VI)
Heike Mohr-Mumbauer, StD'.
